Pascal Tannich

Hornbach auf Facebook

Es geht um einen gestrigen Eintrag auf der Facebook-Seite des Baumarkts Hornbach.

Ein junger Mann schreibt auf die Pinnwand, weil er sich in die Mitarbeiterin an der Info verguckt hat.

Was sich dann entwickelt, ist erst nett, gerät aber mit immer mehr Kommentaren ein wenig außer Kontrolle. Dies scheint auch allen Beteiligten bewusst. Nur der junge Mann ist sich darüber wohl nicht im Klaren.

Die Frage nach der Lektüre des Eintrags und der hundert Kommentare dazu lautet also: Hätte Hornbach diesen jungen Mann, der sich bei Hornbach gut aufgehoben fühlte, besser vor sich selbst schützen müssen?

Anmerkung vom 17.9.2011: Der Link funktioniert nicht mehr. Hornbach hat die Diskussion gelöscht.

15 Kommentare

  1. Hey Pascal,

    nö – ich sehe gar nicht, wo sich der junge Mann blamiert hätte. Insgesamt macht es ihn sympathisch…und die Art, wie der Hornbachmitarbeiter damit umgeht ist auch sehr unterhaltsam 🙂

    Lieber es versucht haben, als sich ewig zu fragen „Was wäre gewesen, wenn…“

    • „Unterhaltsam“, du sagst es. Mehr Fans kriegt Hornbach durch die akute Popularität auch. Aber irgendwie bleibt bei mir das Gefühl: Auf Kosten dieses jungen Mannes.

      • Sehe ich auch so. Ist ein typisches Adminproblem. Mir hätte besser gefallen, wenn da frühzeitig klar an der Bremse gezogen worden wäre. Ich hätte übrigens auch nicht die Mitarbeiterin (öffentlich) aktiviert….

  2. Menschen wollen mit Menschen zu tun haben und nicht mit „Text-Baustein-Jongleuren“. In diesem Fall gehört es dann auch dazu, soetwas einfach passieren zu lassen. Solange sich die Mitarbeiterin freiwillig auf die Wand begeben hat und jetzt nicht dazu genötigt wird unbedingt weiter dran zu bleiben, ist das aus meiner Sicht in Ordnung.

    Die „15 Minutes of Fame“ werden unweigerlich kommen und dem Oliver sollte die PR-Abteilung von Hornbach nun definitiv beratend zur Seite stehen.

    • Sowohl die Angestellte, als auch der Junge hätten geschützt werden müssen. Sie sind jetzt beide bei Hornbach (intern) und eben auch im öffentlichen Netz „ziemlich bekannt“. Die Admins haben vor lauter „Oh, kuck dir den an“ vergessen, dass sie eine Verantwortung haben. Das Unternehmen muss sich jetzt überlegen, wie sie dem jungen Mann helfen wollen. Hilfe ist meiner Meinung nach in jedem Fall notwendig.

      • Beratung – aber von „Hilfe“ zu sprechen empfinde ich als alarmistisch.

      • Halte die Frage der Verantwortung auch für sehr wichtig. Einfach machen lassen, nach dem Motto: „Sind doch erwachsene Menschen“ halte ich nicht für ok.

        Eine Mitarbeiterin oder ein Kunde können im Zweifel nicht einschätzen, welche Spuren sie hinterlassen bzw. ob ein solches öffentliches Exponieren Auswirkungen für sie haben kann. Ein Community-Manager schon.

        • Vor allem scheint es ja hier so, dass man sich dessen wohl bewusst war, die Adminfunktion aber nicht wahrgenommen hat. Möglicherweise deshalb, weil man es so „amüsant“ fand. Man kann eigentlich nur hoffen, dass wir uns gerade wegen eines Fakes streiten. Wovon ich aber leider nicht ausgehe.

      • In dem Fall schon, weil in Deutschland die Angstmacherei um alles, was im Netz passiert mittlerweile unschöne Ausmaße annimmt. Ich sag nur Vorratsdatenspeicherung.

  3. Pascal – die Frage musst du dir dann aber gefallen lassen – wenn du die These vertrittst Mitarbeiterin und Kunde hätten geschützt werden müssen, müsstest du dann nicht auch NICHT drüber berichten?

    • Ich halte es für richtig, den Fehler aufzuzeigen, weil er offenbar von den Verantwortlichen nicht erkannt wurde. Außerdem bleibt die Hoffnung, dass sich die Verantwortlichen um die Betroffenen kümmern werden. Mit dem, was ich geschrieben habe und was sich in der Diskussion entwickelt hat, zeige ich ja zusätzlich, wie man jetzt damit umgehen könnte und wie sich solche Geschehnisse in Zukunft vermeiden ließen. Anders als die meisten momentanen Stimmen im Netz verweise ich ja nicht auf die Konversation mit dem Beisatz „Schaut mal: Das ist Unterhaltung im Sinne des Web 2.0.“, sondern vielmehr mit dem Beisatz „Als Marke trägt man Verantwortung für seine Kunden und Mitarbeiter.“.

      P.S.: Ich lasse mir fast jede Frage gefallen.

  4. Eingreifen und Stoppen wäre sicherlich die sichere und verantwortungsvolle Vorgehensweise gewesen. Aber: Ich sehe im Moment nicht, dass es Oliver Neises irgendwie schaden würde – auch im Sinne des Exponierens. War also finde ich verwegen von Hornbach, aber nicht unbedingt schlecht.

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