So kurz können elf Wochen sein

Am Freitag endete meine letzte Praktikumswoche bei Sympra. Ich habe viel gesehen – und damit meine ich nicht nur den Hausbrunnen, den Gewölbekeller und den Serverraum oder die Archive, den wunderschönen Garten und all die anderen Orte in der Stafflenbergstraße 32. Eine Adresse, an der nicht nur gearbeitet, sondern auch täglich gemeinsam gegessen und zu gegebenem Anlass gefeiert wird. In diesem Jahr etwas häufiger als sonst. [Anm. d. Autors: Sympra ist 20 geworden.]

Die Sympra-Residenz

So viel ich auch gesehen habe, habe ich doch noch viel mehr miterlebt und mitgestalten können und dürfen. Das „PR-Luft-Schnuppern“ ist inzwischen in Atmen übergegangen. Auch wenn ich nicht so weit gehen möchte, meinen Arbeitsplatz im Dachgeschoss als Höhentraining zu bezeichnen.

Recherchieren, Texten, Gestalten

Ich wollte unbedingt wissen, wie all die Abstimmungsprozesse mit Kunden funktionieren oder wie eine Zusammenarbeit für einen Kunden zwischen mehreren Agenturen abläuft. Das habe ich erlebt.

Von Anfang an gehörte Recherche in ihren verschiedensten Formen und mit den unterschiedlichsten Thematiken zu meinen Aufgaben: Welche Kommunikationswege wählen Versicherungsgesellschaften im Web? Wie erreiche ich indische Erfinder und afrikanische Nichtregierungsorganisationen? Wie viel Strom verbraucht das Internet? Finde ich die Antwort schneller online oder wen muss ich anrufen, um das herauszubekommen?

Aber auch Gestalten und Texten fand in den letzten Wochen statt: Unter anderem in Form des Smart Communication Newsletters, mit dem Alcatel-Lucent seine Mitarbeiter über aktuelle Entwicklungen in Sachen Glasfasertechnologie informiert.

Durch Korrekturlesen, Clippings und das Erstellen von Pressespiegeln konnte ich weitere Einblicke in die Arbeitsfelder von Sympra gewinnen. Auch Tricks und Kniffe aus dem Studium fanden – unter anderem beim Bloggen für Kunden und Sympra selbst – Verwendung.

Doch neben dem „Was“ ist mir ganz besonders das „Wie“ der Arbeit bei Sympra ans Herz gewachsen. Alle Türen stehen offen, Fragen sind immer willkommen, egal ob „du“ oder „Sie“. Kommuniziert wird meist sowieso über die internen Kürzel: So heißen dann die Geschäftsführer auch „hst“ (Helmut von Stackelberg) und „mat“ (Veit Mathauer).

Ich habe viele schöne Erfahrungen gesammelt und nette Menschen kennenlernen dürfen.

Nun werde ich aber noch nicht direkt an die Hochschule in Dieburg zurückkehren, denn es stehen sieben Wochen beim ZDF in Mainz an. Dort werde ich ein Praktikum in der Redaktion von Neues aus der Anstalt absolvieren.

Ob sich die neuen Chefs „pri“ (Urban Priol) und „bar“ (Frank-Markus Barwasser) nennen lassen werden, berichte ich dann bald. In der Hoffnung, dass ich sie in Mainz treffe, wo doch in München aufgezeichnet wird.

Als der Himmel im anderen Browser war

Da haben wir
in welcher Sprache war
ja aber ein Bahnhof kaufen
war eine erlesene Bücherei
der Vergangenheit einiges zu nachher
kein Netz mehr lange

Sag mal, Pascal, …

… was hast du eigentlich im vergangenen halben Jahr so gemacht?

Die Frage stellt sich einem selbst oft nicht, weil man viel zu sehr damit beschäftigt ist, all die Aufgaben und Ziele zu erledigen und zu erreichen, die sich einem täglich stellen. Aber ein bisschen zurückschauen möchte ich jetzt trotzdem mal. Gerade auch, weil sich hier schon so lange nichts getan hat und ich außer ein paar Arbeitsproben nicht viel erzählt habe.

Neben den kleineren Projekten, deren Ergebnisse ihr hier meistens in Videoform vorgefunden habt, gab es auch ein paar größere. Teilweise sind sie noch nicht abgeschlossen, aber es gibt trotzdem einiges zu erzählen.

Im Juli war erst mal das zweite Semester rum, aber von arbeitsfreier Zeit war nicht die Spur. Neben Motorrad schrauben und Motorrad kaufen (nicht für mich) stand auch noch der Umzug nach Reinheim an. Schließlich hatte sich die WG aufgelöst.

Gleichzeitig bot sich in Stuttgart die Gelegenheit, Start-Up-Luft zu schnuppern und medial zu arbeiten. Also schloss sich an einen halbfertigen Umzug ein großartiges Praktikum an. Bei YAZ konnte ich mich gedanklich und kreativ ziemlich austoben. Fünf Wochen lang habe ich Pläne skizziert und Ideen gesammelt, wie das Start-Up online auftreten könnte. Ich habe die Zeit dort sehr genossen, weil ich mit sehr intelligenten und netten Menschen gearbeitet habe. Da es bei YAZ um Essen geht, hat sich der Genuss nicht nur auf den Geist ausgewirkt. Den Abschluss fand das Praktikum in einer fulminanten Investorenkonferenz. So konnte ich im Praktikum nicht nur meine Studieninhalte aus dem ersten Studienjahr in der Praxis testen, sondern auch noch mitnehmen, wie es sich anfühlt, seine Ideen und Konzepte so zu präsentieren, dass andere zurecht auch an den Erfolg glauben.

Im Oktober startete dann das dritte Semester mit neuen Fächern und neuen journalistischen Experimenten. Nachdem das zweite Semester Time-Lapse gebracht hatte, folgte im dritten Semester ein erster Versuch mit Stop-Motion. Beides ist sehr schön und beides nimmt viel Zeit in Anspruch. Aber beides lohnt sich.

Ach ja, irgendwie rutschte ich dann noch in einen Hiwi-Vertrag und arbeite seitdem zusätzlich auch für Geld für die Hochschule.

Den gefühlt größten und wohl bedeutendsten Anteil des Semesters hatte aber unser Semesterprojekt. Anfangs unter einer sehr weitgreifenden Premisse beschrieben, prozessjournalistisch zu arbeiten, ergab sich eine Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk. Schnell waren wir uns einig, dass wir diese Möglichkeit unbedingt wahrnehmen würden. Die Folge: Unsere Projektgruppe bereitete sich gegen Ende des Jahres auf die journalistische Begleitung einer Medienkonferenz vor. Irgendwie rutschte ich dort dann mit der Zeit ins Leitungsteam, um die beiden, die sich von Anfang an dazu bereit erklärt hatten, zu unterstützen.

Die erste Hürde des Projekts nahmen wir dann am 13. Dezember. An diesem Dienstag ging unsere Projektseite „dlf50.org“ online. Auf ihr waren ab diesem Zeitpunkt unsere Vorarbeiten zu finden. Wer würde zu Gast sein, welche Themen erwarteten die Gäste und wer waren eigentlich wir? Zuvor hatten wir schon angefangen unsere Arbeit mit Twitter zu dokumentieren.

Um zu sondieren, auf was wir uns eingelassen hatten, fuhr eine kleine Studentengruppe also am 20. Dezember nach Köln – quasi als letzte Amtshandlung vor Weihnachten.

Schon zwei Tage später war ich dann mit Tilo Barz in Frankfurt verabredet. Als Chef der Multimediaabteilung des Hessischen Rundfunks hatten Martin und ich ihn ausgesucht, um uns und unseren Lesern im Vorfeld der Konferenz einen öffentlich-rechtlichen Blick auf das Internet zu geben. Wir wollten von ihm unter anderem wissen, wie soziale Netzwerke die tägliche Arbeit beeinflussen und welche neuen Formate im Internet vorstellbar sind. Leider fiel Martin dann wegen einer ziemlich heftigen Infektion aus und ich nahm kurzerhand Daniel als mentale Unterstützung und technisches Backup mit. Danke nochmal dafür, Daniel. Die tagsdarauf beginnenden Weihnachtsferien waren also mit Transskribieren und Kürzen ausgefüllt.

Tilo Barz im Interview | Mein erster Beitrag für dlf50.org im Dezember 2011

Nach der Hälfte der Weihnachtsferien ging es dann aber los – zur Konferenz „Der Ort des Politischen in der digitalen Medienwelt“, der Feier zum 50. Geburtstag des Deutschlandfunks. Mit Silas und Kim fuhr ich am 4. Januar nach Köln, die anderen kamen mit der Bahn am nächsten Tag nach. Was wir alles dort gemacht und festgehalten haben, lest ihr am besten selbst nach, wenn ihr uns nicht schon verfolgt habt. Hier noch mein Beitrags-Archiv und ein Beitrag von Martin, Doro und mir.

Mit Freude nahmen wir wahr, dass wir gut ankamen:

Mit Daniel Fiene unterhalten sich Doro, Martin und ich uns übrigens noch nächste Woche. Es ist also noch nicht vorbei mit dem Projekt.

Außerdem stehen noch die Hörbeiträge von der Konferenz für den Hessischen Rundfunk an sowie ein Soundslide.

Veränderte Protestkultur

Die Protestkultur hat sich in den letzten 30 Jahren verändert. Offener Protest auf der Straße scheint heute für Bürger ganz verschiedener Milieus eine Option zu sein. Die Barriere sei viel niedriger geworden, so Michael Thomas Greven, Professor für Politikwissenschaften an der Universität Hamburg. Früher habe man in bestimmten Kreisen gesagt: „Sowas tut man nicht“.

Ein Hinweis auf den Wandel der politischen Kultur in Deutschland sei, dass sich Bürger teilweise zum ersten Mal in ihrem Leben öffentlich engagierten, meint Greven. Die Menschen haben weniger Hemmungen, ihre Meinung öffentlich kundzutun. Mehr als ein Viertel der Teilnehmer einer Befragung unter „Stuttgart 21“-Gegnern hatte noch nie oder schon sehr lange nicht mehr demonstriert. Das ist eine der Erkenntnisse, die die Forschungsgruppe „Zivilgesellschaft, Citizenship und politische Mobilisierung in Europa“ am 18. Oktober 2010 gewinnen konnte. Das Bedürfnis, sich öffentlich zu artikulieren, scheint also in den letzten Jahren gestiegen zu sein. Selbst wer früher nicht auf der Straße war, will heute gehört werden.

Es wird schwieriger, die Teilnehmer in Schubladen zu stecken und ihnen gesellschaftliche Positionen zuzuordnen. An den großen, friedlichen Demonstrationen nimmt ein vermeintlicher Querschnitt der Gesamtbevölkerung teil. Doch Greven betont: „Der Parkschützer und die Dame mit der Handtasche, die ein Schild gegen Stuttgart 21 hochhält, sind heute so schichtenverschieden, wie sie es vor 30 Jahren gewesen wären. Aber die Schwelle, dass die Dame auf der Straße steht, ist niedriger geworden.“

Woran soll man also den Wandel in der Protestkultur festmachen? Konservativer scheint der Protest nicht geworden zu sein. Lediglich sechs Prozent der Befragten gaben an, bei der letzten Wahl die CDU gewählt zu haben. Und wie soll „konservativ“ überhaupt definiert werden? Die Studie nennt das Viertel frisch motivierter Teilnehmer „Protestneulinge“. Es handelt sich um Menschen, die vorher politisch nicht aktiv waren, sich auch nicht an politischen Initiativen beteiligten oder gar Mitglied in einer politischen Organisation waren. Zum ersten Mal sind sie motiviert genug, ihre Stimme zu erheben.

Nur ein Drittel dieser „Protestneulinge“ ordnet sich laut der Befragung dem linken politischen Spektrum zu. Ein Fünftel der „Protestneulinge“ wählte bei der letzten Bundestagswahl CDU. Die „Protestneulinge“ setzen sich also hauptsächlich aus Bevölkerungsschichten zusammen, die sich der politischen Mitte zuordnen, aber nicht CDU wählen.

Schon allein optisch ergeben so zusammengesetzte Demonstrationen aber ein neues Bild. Man erkennt den typischen Öko – aber eben auch das ältere Ehepaar mit Krawatte und Handtasche.

Welche Folgen hat es, wenn nicht mehr nur politische Randgruppen auf den Straßen für ihre Ziele kämpfen, sondern Bürger aller Schichten das Demonstrieren als politische Ausdrucksform annehmen?

Schnell ist man da der Meinung, es protestiere die gesamte Bevölkerung, weil ja irgendwie aus allen Teilen der Bevölkerung jemand teilzunehmen scheint. Wer davon ausgeht, dass alle Schichten für oder gegen dieselbe Sache kämpfen, könnte zum Schluss gelangen, die Bevölkerung habe in Gänze dieselbe Meinung. Demonstrationen bestehen aber nicht aus gewählten Volksvertretern, sondern aus einzelnen Bürgern mit Einzelinteressen.

Hier liegt für Greven auch ein häufiger Denkfehler: „Das Demonstrationsrecht ist kein Entscheidungsrecht. Wenn man diesen Wandel verallgemeinert, dann kommt keine Demokratie dabei heraus. Dann kommt eine Protestkultur dabei heraus. Nur – mit Protest kann man ein Land nicht regieren.“ Demonstrierende Minderheiten dürften keine direkten Regierungsentscheidungen bewirken, so Greven, sonst „hätten wir nämlich Minderheitenentscheidungen“.

Was wird es bewirken, wenn immer mehr Menschen protestieren gehen? Werden politische Beteiligungsformen angepasst werden, wenn Bürger aus allen gesellschaftlichen Milieus ihrem Unmut häufiger öffentlich Luft machen? Der Wandel ist jedenfalls noch nicht abgeschlossen, Greven sagt: „Der Frust ist gewachsen. Die Daten sind ganz eindeutig. Die Unzufriedenheit mit dem alltäglichen Funktionieren der Demokratie ist doch ziemlich groß und weit verbreitet.“

Anmerkung:
Dieser Artikel hätte eigentlich schon vor einiger Zeit auf der Seite des Semesterprojektes „Demokratie 21+“ erscheinen sollen. Leider ist die Seite schon länger nicht mehr zu erreichen. Daher veröffentliche ich diesen Text nun neben meinem filmischen Projektbeitrag hier zuerst. Der Artikel wie auch der Film entstanden während meines zweiten Semesters im Fach Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt.

Endlich: Das Video ist fertig!

Nachdem sich gestern Nacht der Rechner noch sträubte, das Video auf YouTube zu laden, ist es nun vollbracht.

Ich hoffe, ein paar Klicks kommen noch dazu.

Kurze Arbeitsnotiz

Dank großer technischer und personeller Unterstützung einer befreundeten Familie konnte ich am 25. April in Neckarwestheim die Demonstration und Kundgebung mit mehreren Kameras aufzeichnen. Aus dem dort entstanden Material fertige ich im Moment eine Time-Lapse-Aufnahme für das Studienprojekt meines Jahrgangs im zweiten Semester (Abschlussklasse 2013, Online-Journalismus an der h_da). Für den Soundtrack sorgt dankenswerter Weise ein alter Freund: Cop Dickie. Ich freue mich schon wahnsinnig auf das Ergebnis. Es stehen allerdings noch schätzungsweise zwei Tage Arbeit an.

Ein paar Impressionen vorab:

Und schon geht das Geunke los.

Kaum haben die Grünen bewiesen, dass sie für einen großen Teil der Bevölkerung in einem konservativen Bundesland eindeutig wählbar sind, wird geunkt: „Was kommt da für ein Experiment auf das Land zu?“ (Helmut Markwort)

Und schon hat sich die „Wir wollen Mappus zurück“-Gruppe auf Facebook gegründet und wächst rasant. Ein schlechter Scherz, kann man da nur hoffen.

Hermann Gröhe (CDU) versucht in jeder Sendung zu betonen, dass die Verluste der CDU und vor allem deren möglicher Wechsel in die Opposition im baden-württembergischen Landtag nur an der kurzen Zeit zwischen dem Unglück in Japan und der Wahl liegen. Die CDU habe ihre ehrliche, konsequente Atompolitik nicht von dem Verdacht der Wahlkampftaktit befreien können. Die Bürger haben aber, was auch Umfragen zeigen, den Trick doch als solchen interpretiert. Und das ist das Entscheidende.

Doch ob es tatsächlich eine grün-rote Mehrheit in Baden-Württemberg geben wird, ist momentan noch nicht schlussendlich klar. Nach fast 60 Jahren wäre etwas frischer Wind vielleicht nicht ganz unangebracht und mit Winfried Kretschmann (Bündnis ’90/Die Grünen) ist ja nun kein politischer Frischling als möglicher neuer Ministerpräsident im Spiel.

Für die Landeshauptstadt sieht das Ergebnis im Übrigen sehr krass, ja neongrün, aus. Die Grünen sind in Stuttgart vor der CDU:

Twitter zdf Wahlergebnis StgtSo lautet das Wahlergebnis für Stuttgart. Quelle: http://twitter.com/ZDFonline
Menschenkette im Aufbau An der Autobahn 81 Bietigheim/Ludwigsburg schließen die Teilnehmer die letzten Lücken.

Tschernobyl, Fukushima, … Neckarwestheim

Zugegeben die Überschrift ist übertrieben und zum Glück bebt es in Süddeutschland seltener und weniger heftig als in Japan. Dennoch haben wohl auch die aktuellen Meldungen aus Japan dazu geführt, dass sich nach ersten Angaben 60 000 Menschen zwischen Stuttgart und dem AKW Neckarwestheim an den Händen nahmen.

Im Bietigheimer Streckenabschnitt haben die Anwesenden wohl keine Lücke in der Kette zugelassen. Die ganze Aktion kann als Erfolg verbucht werden.

Neben tierischen Teilnehmern (viele hatten ihre Hunde mitgebracht) waren unter den Demonstranten alle Altersklassen vertreten. Auch aus verschiedenen Regionen Deutschlands waren die Protestierenden angereist. Bayrische Atomkraft-Gegner waren an ihrer Beflaggung leicht zu erkennen. Und auch der Parkplatz war gut gefüllt. Reisebusse hatten viele der Demo-Teilnehmer nach Bietigheim transportiert.

Auch wenn man sich nicht zur Grünen-Fraktion zählt, so sollte ein Blick nach Japan doch ein mulmiges Gefühl in der Magengegend auslösen. Die Teilnehmer gedachten der Opfer in Japan mit einer Schweigeminute.

Ein Land, das technisch sicherlich noch höhere Sicherheitsstandards für seine Atomkraftwerke festgesetzt hat als Deutschland, versetzt sich selbst mit dieser unkontrollierbaren Technik in den Ausnahmezustand. Sichere Reaktoren scheint es auch dort nicht zu geben. Viele Tausende sind nun in Gefahr, von den globalen Folgen einmal abgesehen. Denn „Sicher ist nur das Risiko“.

Für Deutschland ist der Atomausstieg keine allzu große Sache, anders als in Japan besteht der Energiemix nur zu einem kleinen Bruchteil aus Kernenergie. Wie viel sich mit einem möglichen Regierungswechsel in Baden-Württemberg bewegen lässt, wird sich zeigen. In jedem Fall wird die Politik im Land auch Auswirkungen auf die bundesweite Atompolitik haben.