Update Abendrot

Damit ihr euch vorstellen könnt wie hier momentan schon am späten Nachmittag die Stimmung ist, hänge ich hier mal ein Bild in mein Weblog.

Abendrot in DieburgAbendrot in Dieburg

Besuch im Vivarium

Das Vivarium ist ein wirklich süßer, kleiner Zoo. Besonders beliebt ist er bei Eltern mit ihren Kindern, im Schnitt sind sie 36 Monate alt.

Aus diesem Raster falle ich zwar deutlich heraus. Es fehlt mir an Nachwuchs und auch der angesprochenen Altersklasse gehöre ich schon länger nicht mehr an.

Dennoch habe ich dem Vivarium kürzlich einen kleinen Besuch abgestattet.

Leider ist meinem Fotoapparat vor dem Tapirgehege der Saft ausgegangen. Aber so viel sei gesagt: Der dreijährige Pablo kümmert sich um Tessas Bedürfnisse und sie scheint damit zufrieden zu sein, auch wenn er aus Osnabrück kommt. (Mit freundlichem Gruß an die Osnabrücker Freunde des Autoren)

Schild vor dem TapirgehegeSchild vor dem Tapirgehege

Fortsetzungsgeschichte im Lektürekurs

Folgender Text entstand heute im Lektürekurs aus neun von meinen Mitstudenten gegebenen Anhaltspunkten (fett hervorgehoben):

Kurt Kowalski, Sohn einer polnischen Landarbeiterin und eines Grubenarbeiters, dessen nationaler Ursprung nicht vollständig nachvollziehbar ist, war mit einem leichten Überbiss gestraft, dennoch ein Bild von einem Mann.

Simone hatte langes, blondes Haar, das ihre grotesken, weißen Wangen mit ihren Sommersprossen, trug sie es offen, beinahe gänzlich bedeckte. Überhaupt hatte sie vampirartig blasse Haut.

Die beiden hatten sich im Internet kennengelernt und sich für heute am alten Dorfbrunnen verabredet. Dort ließ sich Kurt zu folgender, unüberlegter Äußerung hinreißen: „Du bist die Perle und ich die Sau“.

Kurzfristig konsterniert ob seiner Beschreibung ihrer jungen Beziehung, sie standen sich ja nun das erste Mal real gegenüber, entgegnete sie ihm: „Sehr charmant heute. Nett wie immer – und doch böse zu mir.“ Ihr war sein Überbiss nicht weiter ins Auge gefallen. Er hätte sie aber auch nicht gestört. Er fühlte sich zu ihr unglaublich hingezogen.

Nachdem den beiden klar wurde, dass sie hier nicht weiterkommen würden, bestellten sie sich ein Taxi nach Düsseldorf. Düsseldorf erschien ihnen in ihrer Situation ein passender Ort, um sich ihrer gemeinsamen Zukunft klar zu werden. Doch als sie den Taxifahrer an die Rheintreppe gelotst hatten – er stammte aus dem oberbayerischen Tölzer Land und konnte daher nur sehr mangelhafte Ortskenntnis vorweisen – versagten seinem betagten Taxi die Bremsen und das Taxi raste die Rheintreppe hinab!

So wurde aus dem Treffen der beiden doch noch ein feuchtfröhlicher Abend, den sie, eingewickelt in Handtücher, auf ein Boot der Wasserschutzpolizei gerettet, ausklingen ließen.

Reichlich konfus stellt sich diese Geschichte dar und es bleibt das gemeinsame Ende der beiden offen.

S21-Schlichtungsgespräch

Eines hat mir der erste Schlichtungstag in Stuttgart heute gezeigt: Heiner Geißler ist ein sehr fähiger Schlichter. Nicht nur, dass er diese beiden Streitparteien an einen Tisch holt, nein er schafft es auch, aus der Debatte eben keinen „Schlagabtausch“,

„Stuttgart-Kontrahenten liefern sich Schlagabtausch“, so Spiegel-Online.

sondern eine faire Diskussion zu machen.

Das fiel mir in der Diskussion auf:

S21 führt zu mehr Fluggästen

Die unauffällige Äußerung des Sprechers für den Stuttgarter Flughafen dürfte den meisten Livestream- und Fernsehzuschauern kaum aufgefallen sein, dennoch:

Der Flughafen Stuttgart hofft durch den Durchgangsbahnhof eine große Zahl neuer Kunden (+1,2 Millionen) zu gewinnen.

Die Zuwächse, so Volker Kefer, Technikvorstand der Bahn, kommen aus den Zuwächsen bei den Langstreckenflügen. Neuen Passagieren, die früher nicht über Stuttgart geflogen wären, stünde diese Option mit Abschluss des Projekts dann zur Verfügung.

Ein Bahnprojekt, das die Fluggastzahlen erhöht. Auch schön. Aber verdient die Bahn nicht eigentlich mehr an den Fahrten nach Frankfurt oder München. Naja, das müssen sie selber wissen.

Großprojekte in Deutschland vom Groben ins Feine geplant

Auf Nachfragen der Gegner zeigte sich: Die Befürworter können nicht klar beantworten, ob die Infrastruktur, so wie sie jetzt geplant ist, heute funktionieren würde.

Für einzelne Bauabschnitte gibt es zwar diverse Gutachten, die in der Vergangenheit auch öffentlich in den Medien diskutiert wurden. Das Gesamtprojekt und alle Abläufe im Ganzen könnten so aber nicht abgeschätzt werden, bemängelte Boris Palmer, Tübingens Oberbürgermeister.

Die Gegner des Projekts befürchten, die projektierte Infrastruktur stieße schon mit dem heutigen Verkehrsaufkommen an ihre Grenzen. So könne sie zukünftig wachsenden Ansprüchen kaum standhalten.

Immer wieder fiel auf, dass Anschlüsse im neuen Hauptbahnhof mehr als nur suboptimal ablaufen würden: Aus Ulm kommend verpasse man um eine Minute den Anschluss-ICE nach Frankfurt, so eine Äußerung aus dem Lager der Gegner.

Die Planer entgegneten derartigen Einwänden, dass die aktuell vorliegenden Pläne nicht „der letzte Stand“ seien. Der Fahrplan würde weiter optimiert.

Großprojekte in der Schweiz – von Klein auf durchdacht

Hier sieht man besonders anschaulich, was das schweizerische vom deutschen Vorgehen unterscheidet: In der Schweiz, so eine Expertenäußerung aus dem Lager der Projektgegner, entwickle man zuerst einen Fahrplan und passe anschließend die Infrastruktur den Bedürfnissen aus dem gewünschten Fahrplan an.

Eine solche Vorgehensweise sei in Deutschland nicht möglich, meint Kefer. Die Abläufe in Deutschland seien nun mal eben so.

Zusammenfassend geht die Pro-Seite davon aus, dass alles, was ihnen die Gegner vorwerfen im weiteren Verlauf der Gespräche geklärt wird.

Die Gegner stehen auf dem Standpunkt: Es bleibt bei jetzt schon auffälligen Fehlern, die sich im Hinblick auf eine Fertigstellung in frühestens 10 Jahren noch weiter verschlimmern werden.

Geißler wünscht sich für nächsten Freitag, Quellen für Zitate und Bezugnahmen vorliegen zu haben. Er will vorbereitet sein. Weiter will er diese Quellen auch allen Bürgern online zur Verfügung stellen.

Geißler möchte nicht, dass eine Expertenrunde entsteht. Alle sollen sich noch stärker so ausdrücken, dass jeder Zuschauer alles verstehen kann.

Fluchthandlungen

Kennt das jemand?
Man hätte gerade Einiges zu tun und trotzdem findet man genug andere Dinge, die schnell noch gemacht werden müssen.
Ich befinde mich gerade in einem solchen Dilemma:
Jetzt wäre eigentlich dringend am Computer sitzen angesagt, doch was mache ich: Hausarbeit. Man stelle sich das einmal vor.
Tja nun, jetzt ist die Hausarbeit getan – und ich sitze eh schon am Computer. Unausweichlich werde ich mich nun meiner Arbeit stellen.

Abendrot

Wieder geht ein ereignisreicher Tag zu Ende. Ich werde im Netz immer präsenter – für mich ein neues Gefühl. Was bleibt, ist die Ungewissheit, wer das hier liest – und wann.

Vielleicht ist das ja doch nicht nur fürs Nirvana des Internets und vielleicht werden die nächsten Posts etwas inhaltsreicher.

Also bitte, liebes (nicht vorhandenes) Publikum, bleibt dran. Es kann nur spannender werden.