kurze Durchsage: Fußball-Europameisterschaft der Frauen

Berichterstattung zu vielen Themen scheint sich zu drehen, sobald wichtige Akteure und Figuren Frauen sind. Woran liegt es, dass Medienschaffende gedanklich in die 50er rutschen – egal, ob Politik, Kultur oder eben Sport Thema sind?

Warum werden solche Werbespots gedreht? Sagen die Mitarbeiterinnen dazu nichts? Werden sie so unterdrückt, dass ihre Stimmen verhallen?

Seit fast dreißig Jahren findet die Frauenfußball-EM statt, da hätten auch die verkrustetsten Machos sich mal dran gewöhnen können.

Getoppt wird das allerdings von dieser Bildergalerie bei SWR3 (Der Beitrag wurde unter dem Namen einer Redakteurin veröffentlicht, was allerdings nicht heißen muss, dass die Bildunterschriften von ihr sind). Ich frage mich, warum kaum Kritik entsteht? Vor allem bei Sprüchen wie

Simone ist ne heiße Braut. Nicht nur weil sie gerne Motorrad fährt… Sie sieht einfach klasse aus…

…und erst dieser Körper… haaarrrrrrr…. ABER!…

…ein ungünstiger Schnappschuss kann aus der schönen Simone auch mal sowas hier machen!

Da passt das hier sehr gut. Denn mir kommen beim Obenstehenden auch die Tränen:

Foto: Tannich

Vatikan empört über NSA: „Es gibt nur einen Allwissenden.“

+++ Vatikansprecher zu Spionage-Aktivitäten der NSA +++

Nachdem immer mehr Details umfangreicher Spionage- und Abhörpraktiken der amerikanischen National Security Agency an die Öffentlichkeit geraten, äußerte sich nun erstmals auch Vatikan-Sprecher, Federico Lombardi. Er bekräftigte, eine solche Überwachungsmaschinerie sei nicht hinzunehmen: „Es gibt nur einen Allwissenden.“

NSA-Direktor Keith Alexander sieht sich nun also Blasphemie-Vorwürfen aus dem Herzen des Vatikan ausgesetzt. Erst kürzlich musste er eingestehen, dass sich seine Behörde auch in Gebete katholischer Mitbürger eingehackt hatte – ursprünglich war man davon ausgegangen, dass nur R-Gespräche mit Allah betroffen gewesen waren.

+++ NSA-Chef droht Verhandlung vor Jüngstem Gericht +++

Alexander, der immer wieder betont hatte, „das Richtige“ zu tun und sich an Recht und Gesetz gehalten zu haben, muss nun damit rechnen vor das Jüngste Gericht gestellt zu werden. Dennoch wies er seine Mitarbeiter an, weiterhin alles für eine sicherere und friedlichere Welt zu tun – gegen jedweden Widerstand.

Derweil muss davon ausgegangen werden, dass sogenannte Crypto-Sekten weiter an Bedeutung gewinnen werden. Die Zahl ihrer Anhänger wird inzwischen auf einige Hunderttausende geschätzt. Dabei gilt es allerdings eine bedeutende Dunkelziffer zu bedenken, da die Gebetsräume dieser Gläubigen meist nur sehr schwach illuminiert, Zählungen daher nur schwer möglich, sind.

kurze Durchsage: deutsche Rechtschreibung

Das Leitmedium deutscher Lehrer macht diese Woche mit der „Rechtschreip-Katerstrofe“ auf. Wie erschreckend (falsch) die Aussagen im Spiegel sind, lässt sich nach der Lektüre Juliana Goschlers Textes „‚Rechtschreibkatastrophe‘ · Die Journalismus-Katastrophe“ auf CARTA.info beurteilen. Meiner Meinung nach entwickelte sich die schulische Erziehung unserer jungen Mitmenschen in den letzten Jahren positiv, was aber vor allem auch an den jungen Lehrkräften und deren Ausbildung lag – kontraproduktiv war da eher das Freizeit-Entziehungsprogramm G8. Nicht ohne Grund wird es in vielen Bundesländern wieder rereformiert.

Unsere Nachkommen zu kreativen Mitdenkern zu machen, ist auch meiner Meinung nach viel entscheidender, als ihnen die aktuellste Rechtschreibreform einzuprügeln. Daher lege ich meinen Lesern Juliana Goschlers Replik ans Herz, vor allem denen, die womöglich auch den Spiegel lesen.

Wirklich Entsetzliches in Sachen Rechtschreibung fand in letzter Zeit* übrigens nicht in deutschen Grundschul-Klassenzimmern statt, sondern in der Duden-Redaktion: „Willi’s Würstchenbude“ ist nicht mehr falsch – das „Deppenapostroph“ (Felix von Leitner) hält damit ganz legal Einzug in die deutsche Rechtschreibung. Das wäre mal ein Grund für eine Titelgeschichte des Spiegels.

P.S.: Für meine nicht regelkonforme Schreibschrift erhielt ich in der Grundschule noch regelmäßig schlechte Noten – heute werde ich häufig auf meine schöne und klare Handschrift angesprochen.

*Martin weist in seinem Kommentar darauf hin, dass das schon 2006 war.

The History of „Lauschen“

Richard Gutjahr schreibt auf seinem Blog den „Versuch eines Kommen­tars“ zu PRISM. Er lässt dabei leider einige wichtige Punkte aus:

Das Problem an PRISM ist nicht nur, dass die NSA Daten über Ausländer sammelt und diese speichert, sondern vielmehr, dass dies mit Wissen der europäischen Regierungen passiert. Ja, noch viel schlimmer: Die Auslandsgeheim­dienste Europas stehen bei der NSA Schlange, denn dort können sie sich die Daten über ihre eigenen Bürger holen, die sie innerhalb ihres Auftrags gar nicht erfassen dürfen. Vom belgischen und niederländischen Auslandsgeheim­dienst ist das bestätigt, in Österreich besteht dieser Verdacht in Bezug auf das Heeresnachrichtenamt. Wer glaubt, die anderen Länder und Dienste würden darauf verzichten, nun ja…

Blicken wir zurück auf die Geschichte, sehen wir (dort am Beispiel der NSA), woraus die Geheimdienste gemacht sind, worauf sie aufbauen. Sie sind Relikte aus der Zeit der Weltkriege, gebaut aus Organisationen und besetzt mit Menschen, die Informa­tionen über andere sammeln, um Macht über sie erlangen zu können – um sie erpressen und auspressen zu können.

Warum lassen wir das zu? Glauben wir an eine Sicherheit durch Überwachung? Hat das bisher funktioniert? Der Verfassungsschutz konnte die Opfer des NSU nicht schützen – vielmehr ist davon auszugehen, dass er den NSU mit den nötigen Mitteln versorgt hat – zum Beispiel über die Bezahlung von V-Leuten, die diese Mittel natürlich für ihre Zwecke einsetzen. Schlechte Arbeit oder bewusstes Zutun? Auch die Aufklärung verschleppt sich, wenn Akten geschreddert werden. Es darf auch die Frage gestellt werden, ob Terrorismus wirklich eine so große Gefahr darstellt, wie die Behörden uns weiß machen wollen, um mehr Geld für ihren Überwachungsapparat abzweigen zu können (off-topic-Statistik).

Ich höre und lese viel zu selten Aussagen wie:

Diese Welt wird letztendlich nur dann irgendwann wirklich demokratisch und freiheitlich werden, wenn wir es weltweit schaffen, Phänomene wie (nationale) Geheimdienste zu überwinden. – Thomas Stadler auf CARTA.info und seinem Blog

Er stellt auch fest:

Wer nun meint oder behauptet, die EU könne US-Programmen wie Prism etwa durch die geplante Datenschutz­grundverordnung Einhalt gebieten, hat nicht verstanden, auf welcher Grundlage und nach welcher Logik Geheimdienste agieren. – Thomas Stadler auf CARTA.info und seinem Blog

Wir brauchen keine Geheimdienste – sie verschlingen Geld, das wir besser in Energie- und Bildungsfortschritt investieren würden. Sicherer wird die Welt durch sie nicht, vielmehr führen wir durch sie ständig Krieg mit ande­ren Nationen und deren Diensten.

kurze Durchsage: Get Lucky

kurze Durchsage: saubere Energie, was Gutes für die Meere und auch noch Kohlendioxid absorbiert

…wo ist da der Haken? Zu hoffen wäre, dass es keinen gibt.

Wissenschaftler des Lawrence Livermore National Laboratory wollen eine Methode entwickelt haben mit der durch Elektrolyse Wasserstoff aus Salzwasser getrennt wird. Hört sich noch nicht so besonders an: Gleichzeitig sollen aber auch noch Kohlenstoffverbindungen entstehen, mit denen die übersäuerten Weltmeere „behandelt“ werden könnten und zusätzlich soll das Ganze noch klimabeeinflussendes Kohlendioxid binden. Ha, das wäre schon was.

Mal sehen ob das nur ein Messfehler war… kennen wir ja schon von den Neutronen – schneller als Licht und so…

Interessant ist zudem der (geschichtliche) Hintergrund der Forschungseinrichtung, in der die Wissenschaftler diese Methode entwickelt haben. Das Lawrence Livermore National Laboratory wurde 1952 gegründet, um Kernwaffen zu entwickeln und zur „Sicherheit und Zuverlässigkeit der Waffen“ (Wikipedia) beizutragen. Heute ist es die Heimstätte der IBM-Supercomputer und dient der Erforschung möglicher zukünftiger Energiequellen zum Beispiel auch der Kernfusion.

The team demonstrated, at a laboratory scale, a system that uses the acidity normally produced in  electrolysis to accelerate silicate mineral dissolution while producing  and other gases. The resulting  was shown to be significantly elevated in hydroxide concentration that in turn proved strongly absorptive and retentive of atmospheric CO2. Further, the researchers suggest that the carbonate and bicarbonate produced in the process could be used to mitigate ongoing ocean acidification, similar to how an Alka Seltzer neutralizes excess acid in the stomach. – phys.org

So und jetzt sind die Ingenieure, Mathematiker, Chemiker und Biologen unter euch an der Reihe, hier ihre Meinung dazu kund zu tun.

kurze Durchsage: Die Grünen und ein Schiffsbrand im Hamburger Hafen

Auf Anfrage des Grünen Abgeordneten [sic] Anjes Tjarks hat der Senat mitgeteilt, dass sich an Bord des am 1. und 2. Mai im Hamburger Hafen ausgebrannten Frachters „Atlantic Cartier“ über 20 Tonnen radioaktives Material befanden, davon 8,9 Tonnen hochgefährliches Uranhexafluorid. Außerdem befanden sich 3,8 Tonnen Munition an Bord des Frachters.

Dass nebenan der Eröffnungsgottesdienst des Kirchentags mit mehreren Zehntausend Menschen stattfand, ist ein nettes Detail – auch, dass das Kohlendioxid zum Löschen anscheinend nicht verfügbar war. Fast 16 Stunden lang wurde gelöscht.

Insgesamt waren 296 Feuerwehrleute im Einsatz. Darüber hinaus waren zwei Löschboote, drei Schlepper und drei Polizeiboote sowie an Land 76 Fahrzeuge im Einsatz. Für die Ablösung wurden zusätzlich 17 Fahrzeuge eingesetzt. An Bord kam ein Löschroboter zum Einsatz.

Hamburg wäre wohl nicht mehr bewohnbar gewesen, wenn die Sprengkraft der Munition das radioaktive Material verteilt hätte. Die Grünen schreiben dazu auf ihrem Blog:

Uranhexafluorid wird verwendet, um Uran235 von Uran238 zu trennen. Aus Uran235 werden Brennelemente für Atomkraftwerke oder Nuklearmaterial für Atombomben hergestellt. Uranhexafluorid ist ein Gammastrahler und hochgiftig. Aufgrund der Uran-Halbwertzeit von 4,5 Milliarden Jahren bleibt ein einmal verstrahltes Gebiet dauerhaft kontaminiert. Bei Kontakt mit Wasser bildet Uranhexafluorid Flusssäure, ein farbloses Gas mit einem stechenden Geruch. Flusssäure ist noch ätzender als Salzsäure und hoch giftig.

Die Kommentatoren unter dem Beitrag der Grünen weisen auf einige Fehler im Artikel hin – bedeutend sind vor allem:

Uran ist kein Gamma- sondern vorwiegend ein Alphastrahler, die radiologischen Gefahren sind im Vergleich zu den chemischen also eher gering. […]

Uranhexafluorid (UF6) ist in erster Linie für Organismen sehr gefährlich wegen des Wasserstofffluorids (HF; in Verbindung mit Wasser als Flußsäure bekannt) das sich bei Kontakt mit Wasser bildet, da dieses nicht nur sehr korrosiv ist, sondern sich auch leicht an Kalzium bindet. So kann es neben Augen und Lunge auch Nerven und Knochen schädigen. Besonders perfide daran ist, dass HF sehr leicht durch Gewebe diffundiert, also der bloße Kontakt damit schon zu schweren Symptomen führen kann. Zusätzlich ensteht bei der Reaktion mit Wasser ausserdem Uranylfluorid, welches relativ gut vom Körper aufgenommen wird und in der Leber zu (vorwiegend chemisch bedingten) Schäden führen kann.

– AngryCitizen (nicht überprüft) am 17.05.2013 – 01:54

Es wären also nicht die Strahlenschäden gewesen, die den Menschen geschadet hätten – sondern sie wären vergiftet worden.

„Flusssäure ist noch ätzender als Salzsäure..“

Bitte nochmal nachrecherchieren. HF besitzt eine deutlich geringere Säurestärke als HCl.

Die Gefährlichkeit resultiert aus ganz anderen Eigenschaften (u.A. der Calciumfällung im Gewebe).

– Informant (nicht überprüft) am 17.05.2013 – 07:47

Das wird auch hier noch einmal bestätigt:

„Bei Kontakt mit Wasser bildet Uranhexafluorid Flusssäure, ein farbloses Gas mit einem stechenden Geruch. Flusssäure ist noch ätzender als Salzsäure und hoch giftig.“

Stimmt so nicht, bei Kontakt mit Wasser zersetzt es sich zwar (http://de.wikipedia.org/wiki/­Uranhexafluorid), aber bei den Bedingungen(Löschaktion/Meer) ist reichlich Wasser vorhanden. Der so gebildete Fluorwasserstoff(gasförmig) sollte sofort in Lösung gehen und Flusssäure(flüssig, nicht wie im Text „gasförmig“) bilden, diese ist übrigens bezogen auf die Säurestärke eine schwächere Säure (http://de.wikipedia.org/wiki/Fluss­s%C3%A4ure) als die anderen Halogenwasserstoffsäuren. Somit ist diese Säure keinesfalls ätzender als Salzsäure, wohl aber viel gefährlicher, da sie sehr gut durch die Haut dringen kann und dort Calciumionen fällt, die wiederum essentiell sind.

– student (nicht überprüft) am 17.05.2013 – 09:14

Auch dass die angegebene Halbwertszeit des Isotops im Artikel der Grünen nicht stimmt, ist unschön, macht die Sache aber nicht ungefährlicher:

Aber das mit den 4,5 Milliarden Jahren – den Satz solltet ihr besser streichen. Das gilt nämlich nur für das Uran 238. Das spaltbare ist das Uran 235 – mit einer Halbwertszeit von 703 Millionen Jahren.

Selbst das ist eigentlich noch viel zu viel um wirklich gefährlich zu sein – die gesundheitlichen Auswirkungen durch das hexafluorid wären wahrscheinlich gefährlicher. Einen noch nicht benutzten Brennstab für ein KKW kann man ohne Probleme anfassen – die Strahlendosis wäre ertragbar.

Wichtiger wäre die Info, ob das Zeug aus benutzten Brennstäben kam – dann wiederum lässt es sich nicht vermeiden, dass es mit durchaus gefährlichen anderen Elementen verunreinigt wäre.  Lesetipp:https://de.wiki­pedia.org/wiki/Uran-Actinium-Reihe

Dann ist das Zeug wiederum hochgefährlich.

– Philipp (nicht überprüft) am 17.05.2013 – 09:10

Aus der Wikipedia sei der folgende Abschnitt zu den gesundheitlichen Gefahren von Uranhexafluorid empfohlen:

Uranhexafluorid wirkt hauptsächlich auf drei verschiedene Weisen auf den menschlichen Körper:[65]
Es ist eine sehr aggressive Substanz, die jedes Gewebe angreift. Beim Kontakt des Gases mit Körperflüssigkeiten bildet sich Flusssäure, die auf der Haut und den Schleimhäuten der Atemwege Verätzungen hervorruft. Die Exposition des Menschen gegenüber dem Gas wirkt sich zunächst auf die Augen und Atemwege aus und verursacht Reizungen, Verlust des Sehvermögens, Husten und übermäßige Bildung von Speichel und Auswurf. Nach längerer Exposition führt dies zu Pneumonitis und Lungen­ödemen und kann zum Tod führen.
Es ist – wie alle sechswertigen Uranverbindungen – sehr giftig beim Einatmen und Verschlucken. Außerdem besteht die Gefahr der Anreicherung im menschlichen Körper, was vor allem die Leber und die Nieren betrifft.
Wie alle Uranverbindungen ist es radioaktiv. Die Aktivität ist von der Isotopenzusammensetzung des Urans abhängig. 238U hat eine Halbwertszeit von 4,468 Milliarden Jahren und ist wie die anderen natürlichen Isotope (234U und 235U) ein α-Strahler. Die spezifische Aktivität von 238U beträgt 12.450 Bq/g. 235U hat eine Halbwertszeit von 703,8 Millionen Jahren. Es ist spaltbar und hat einen Anteil von etwa 0,7 % in natürlichem Uranvorkommen. Angereichertes Uranhexafluorid ist aufgrund der niedrigeren Halbwertszeit deutlich aktiver.
Für die Arbeiter in der Anlage in Paducah liegen Studien zur Mortalität im Rahmen einer retrospektiven Untersuchung zur gesundheitlichen Belastung und zu Suizidrisiken vor.[66][67]

kurze Durchsage: Nazi-Propaganda in einer Doku, Pressefreiheit und Facebook hautnah

Hinter dieser vielversprechenden Überschrift stecken auch drei entsprechende Links:

Stefan Niggemeier fasst eine journalistische Fehlleistung von 3sat und dem ZDF auf dem BILDblog zusammen, die … auf „Die Achse des Guten“. Die Sender hatten Propaganda-Material als zeitgeschichtliche Dokumente in ihrer Dokumentation über das jüdische Leben in Warschau präsentiert. Steigerung der Fehlleistung war allerdings: 3sat hatte vor der Ausstrahlung des Propaganda-Films in einer anderen Dokumentation genau darüber berichtet, wie dieser entstanden war:

Mehr Informationen und die vollständige Doku über den Propaganda-Film der Nazis gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung.


Klaus Meier beschäftigt sich auf dem Blog zu seinem Standardwerk Journalistik mit der Frage, wie statistisch belegbar eine Korrelation zwischen Vertrauen der Bevölkerung eines Landes in die Medien und der Pressefreiheit des jeweiligen Landes ist. Er kommt zu dem Schluss:

In einem Land mit starker Kommunikationsfreiheit ist grundsätzlich bei der Bevölkerung ein geringes Vertrauen in den Journalismus zu erwarten.

Umgekehrt formuliert: In Ländern mit nicht vorhandener Pressefreiheit vertraut die Bevölkerung beinahe blind den Medien. Jan Müller schreibt dazu in seiner Dissertation:

[…] levels of trust in institutions in democratic and authoritarian countries are rarely compared. However, such a comparison might be instructive because levels of trust in the news media are often higher in authoritarian countries[…].

Da das jetzt alles recht intellektuell war, hier noch Intellektuelles mit Witz: