Endlich: Das Video ist fertig!

Nachdem sich gestern Nacht der Rechner noch sträubte, das Video auf YouTube zu laden, ist es nun vollbracht.

Ich hoffe, ein paar Klicks kommen noch dazu.

Kurze Arbeitsnotiz

Dank großer technischer und personeller Unterstützung einer befreundeten Familie konnte ich am 25. April in Neckarwestheim die Demonstration und Kundgebung mit mehreren Kameras aufzeichnen. Aus dem dort entstanden Material fertige ich im Moment eine Time-Lapse-Aufnahme für das Studienprojekt meines Jahrgangs im zweiten Semester (Abschlussklasse 2013, Online-Journalismus an der h_da). Für den Soundtrack sorgt dankenswerter Weise ein alter Freund: Cop Dickie. Ich freue mich schon wahnsinnig auf das Ergebnis. Es stehen allerdings noch schätzungsweise zwei Tage Arbeit an.

Ein paar Impressionen vorab:

Moratorium oder „Hier nicht von der Schatzkarte sprechen“

Update (fett formatiert) 7 Atomkraftwerke (unter anderem Biblis A und B) gehen für drei Monate vom Netz. Neckarwestheim 1 wohl für immer. Bis gewählt worden ist und die Medien Japan nur noch einmal am Tag ganz vorne bringen.

Angela Merkel sagte vor der Presse heute um kurz vor 12 Uhr, dass sie die Ergebnisse einer Überprüfung der alten Kernkraftwerke logischerweise noch nicht kenne. Am Samstag kannte sie sie wohl noch. Denn da hieß es, sie seien sicher.

Was man nun nach dem Moratorium erwarten darf, bleibt offen. Welche der überprüften AKWs wieder ans Netz gehen, bleibt offen. Ob neben den eh schon abgeschalteten weitere offline gehen, bleibt offen.

Ob feste Ziele gesetzt werden, bleibt offen.

Menschenkette im Aufbau An der Autobahn 81 Bietigheim/Ludwigsburg schließen die Teilnehmer die letzten Lücken.

Tschernobyl, Fukushima, … Neckarwestheim

Zugegeben die Überschrift ist übertrieben und zum Glück bebt es in Süddeutschland seltener und weniger heftig als in Japan. Dennoch haben wohl auch die aktuellen Meldungen aus Japan dazu geführt, dass sich nach ersten Angaben 60 000 Menschen zwischen Stuttgart und dem AKW Neckarwestheim an den Händen nahmen.

Im Bietigheimer Streckenabschnitt haben die Anwesenden wohl keine Lücke in der Kette zugelassen. Die ganze Aktion kann als Erfolg verbucht werden.

Neben tierischen Teilnehmern (viele hatten ihre Hunde mitgebracht) waren unter den Demonstranten alle Altersklassen vertreten. Auch aus verschiedenen Regionen Deutschlands waren die Protestierenden angereist. Bayrische Atomkraft-Gegner waren an ihrer Beflaggung leicht zu erkennen. Und auch der Parkplatz war gut gefüllt. Reisebusse hatten viele der Demo-Teilnehmer nach Bietigheim transportiert.

Auch wenn man sich nicht zur Grünen-Fraktion zählt, so sollte ein Blick nach Japan doch ein mulmiges Gefühl in der Magengegend auslösen. Die Teilnehmer gedachten der Opfer in Japan mit einer Schweigeminute.

Ein Land, das technisch sicherlich noch höhere Sicherheitsstandards für seine Atomkraftwerke festgesetzt hat als Deutschland, versetzt sich selbst mit dieser unkontrollierbaren Technik in den Ausnahmezustand. Sichere Reaktoren scheint es auch dort nicht zu geben. Viele Tausende sind nun in Gefahr, von den globalen Folgen einmal abgesehen. Denn „Sicher ist nur das Risiko“.

Für Deutschland ist der Atomausstieg keine allzu große Sache, anders als in Japan besteht der Energiemix nur zu einem kleinen Bruchteil aus Kernenergie. Wie viel sich mit einem möglichen Regierungswechsel in Baden-Württemberg bewegen lässt, wird sich zeigen. In jedem Fall wird die Politik im Land auch Auswirkungen auf die bundesweite Atompolitik haben.